Hunde-Wurmkuren - „Wie oft muss ich eine Wurmkur bei meinem Hund machen?“, ist die wohl am häufigsten gestellte Frage in Deutschlands Tierarztpraxen. Die Antwort darauf ist
nicht mit einem Satz abzuhaken, denn die Lebensumstände des Tieres spielen eine entscheidende Rolle für die Notwendigkeit einer Hundewurmkur.
regelmäßig alle 3 Monate:
- in Haushalten mit Kleinkindern oder alten Menschen (geringere Immunabwehr)
- bei Hunden die alles "wie ein Staubsauger" von der Straße etc. fressen (erhöhtes Ansteckungsrisiko)
-> ansonsten reicht einmal pro Jahr aus oder bei Symptomen (struppiges Fell, Abnahme trotz Fressen, ...)
Wichtig zu wissen – Entwurmungen helfen immer nur die Würmer abzutöten, die sich gerade im Tierkörper befinden. Sie wirken nicht wie eine Impfung als Schutz für die Zukunft.
Impfungen für Hunde lassen sich unterscheiden in Core-Impfungen und Non-Core-Impfungen. Core-Impfungen werden auch als Pflichtimpfungen bezeichnet, obwohl sie grundsätzlich nicht
verpflichtend sind. Es handelt sich hierbei aber um Impfungen, die von der STIKO (Ständige Impfkommission) dringend empfohlen werden, damit der Hund vor den wichtigsten bakteriell
oder viral bedingten Krankheiten geschützt ist.
Zu den Core-Impfungen zählen die Impfungen gegen:
- Staupe
- Parvovirose
- Hepatitis contagiosa canis (HCC)
- Leptospirose
- Tollwut
Die Non-Core-Impfungen umfassen eine breite Palette unterschiedlicher Impfkomponenten.
Beispiele für Wahlimpfungen:
Die Impfung gegen Leishmaniose zählt zu den Reiseimpfungen und wird Hundehaltern empfohlen, die mit ihrem Vierbeiner in gefährdete Gebiete reisen wollen. Zu diesen zählen unter anderem
Portugal, Spanien und Frankreich.
Gegen das Canine Herpesvirus werden vor allem trächtige Hündinnen geimpft, um das Welpensterben in Zuchten zu verringern.
Die Erreger Bordetella bronchiseptica und das Canine Parainfluenzavirus 1 zählen zum Zwingerhustenkomplex. Gegen sie wird geimpft, wenn Hunde engen Kontakt zu anderen Hunden
haben, etwa in Tierheimen, Hundepensionen oder Welpenspielgruppen.
Borrelia burgdorferi und Babesia canis sind Erreger, die von Zecken übertragen werden. Hunde, die in Risikogebieten leben oder dorthin verreisen, können von einer Impfung profitieren.
Dermatophyten rufen einen Pilzbefall der Haut hervor. Geimpft werden beispielsweise Hunde, die empfänglich für Hauterkrankungen sind.
Nebenwirkungen
In der Regel sind die zugelassenen Impfstoffe gut verträglich. Wichtig ist, dass der Welpe gesund ist und ein gewisses Alter (mindestens acht Wochen) erreicht hat, um adäquat auf die Wirkstoffe
reagieren zu können. Die Wahrscheinlichkeit für schwerwiegende Nebenwirkungen ist in diesem Fall auf ein Minimum reduziert. Mögliche Nebenwirkungen, die für gewöhnlich nach zwei bis drei Tagen,
spätestens nach einer Woche wieder verschwinden, sind:
- Fieber
- (schmerzhafte) Schwellung der Einstichstelle
- Müdigkeit
- Appetitlosigkeit
Falls Sie diese oder andere Symptome bei Ihrem Hund beobachten und diese länger als zwei Tage anhalten, sollten Sie sich unbedingt an Ihren Tierarzt wenden.
Wann werden Hunde geimpft?
In der Regel werden Hunde das erste Mal mit 8. Wochen geimpft. Die erste Impfung erfolgt gegen folgende Erreger: Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose,
Zwingerhusten.
Etwa 4-5 Wochen später, in der Regel mit der 12. Woche, erfolgt die zweite Impfung. Jetzt wird geimpft gegen: Staupe, Hepatitis, Leptospirose, Parvovirose,
Zwingerhusten, Tollwut. Damit ist die Grundimmunsierung abgeschlossen.
Die meisten Tierärzte empfehlen nun eine jährliche Auffrischung der Leptospirose-, Hepatitis- und Staupe-Impfung beim Hund. Dieses sind als Kombiimpfstoff verfügbar, sodass nur eine
Spritze nötig ist. Parvovirose wird in der Regel alle zwei bis drei Jahre geimpft. Bei der Tollwutimpfung für Hunde reicht eine Wiederholung alle drei Jahre bei den meisten
Herstellern aus.
Dennoch gilt: Jedes Tier ist individuell und es gibt einige Gründe, welche die Erstellung eines persönlichen Impfplans notwendig machen – etwa bei alten Tiere oder solchen mit
Vorerkrankungen. Hundehalter haben die Möglichkeit, individuelle Impfintervalle mit dem Tierarzt zu vereinbaren.
Dokumentation einer Impfung
Jeder Hund, der zu ersten Mal geimpft wird bekommt vom Tierarzt einen Impfpass. Hier wird, neben der Adresse des Besitzers und der Beschreibung des Hundes, das Datum der Impfung, der verwendete
Impfstoff und die Chargenbezeichnung eingetragen.
Auf der Vorderseite des Impfpasses wird von vielen Tierärzten der Termin für die nächste Impfung eingetragen. Bewahren Sie den Impfpass Ihres Hundes sorgfältig auf und legen Sie ihn dem Tierarzt
zu jeder Impfung vor!
Wichtig: Wenn Sie Ihren Hund ins Ausland mitnehmen, müssen Sie den Impfpass mitführen. Beachten Sie zudem die Einreisebestimmungen.